Ein Highlight gleich zu Beginn der Reise

Lesedauer 4 Minuten

Nach zwei Tagen mit viel Schwitzen (35°) kommen wir am Ostuferhafen in Kiel an. Dort starten die großen Fähren ins Baltikum. In der Warteschlange zum Boarding steht neben uns ein Autotransporter mit zahlreichen Einschusslöchern im Fahrerhaus, na ja mal sehen, was uns so erwartet. Im Sonnenuntergang gleitet die Fähre schließlich durch die Kieler Förde hinaus auf die offene Ostsee. Vor uns liegen eine Nacht und ein Tag auf See. Die Zeit vergeht faul und erstaunlich schnell und am nächsten Abend laufen wir in Klaipeda in Litauen ein. Der grossen Hitze in Deutschland sind wir erfreulicherweise entkommen, aber warm ist es hier im Nordosten Europas auch.

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Nach einer ersten Nacht in Litauen erwartet uns gleich ein Highlight unserer Reise … die Kurische Nehrung. Eine etwa 100 km lange Landzunge ist dem Festland vorgelagert und trennt das Kurische Haff von der offenen Ostsee. Riesige Sanddünen, Kiefernwälder und endlose Sandstrände prägen die Landschaft. Der südliche Teil der Nehrung gehört zur russischen Enklave Kaliningrad und so kommen wir das erste mal ganz nah an die russische Grenze.

Um auf die Nehrung zu gelangen fährt man ein ganz kurzes Stück wieder mit einer kleinen Fähre (sehr teuer), dann hinein in den Nationalpark Kurische Nehrung (sehr sehr teuer) und auf den einzigen Campingplatz (sehr sehr sehr teuer). Es ist Wochenende und Urlaubszeit in Litauen, also ist alles überlaufen. Unsere Abneigung gegen Campingplätze wird hier wieder einmal voll bestätigt. Aber es ist alternativlos, wenn man diese einzigartig schöne Landschaft mit dem Camper bereisen will.

Es bietet sich an, den Nationalpark Kurische Nehrung mit den Fahrrädern zu erkunden und durch schattige Kiefernwälder vorbei an riesigen Sanddünen zu radeln.

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Wir trauen unseren Augen und Nasen nicht, als wir unterwegs eine Kormoran-Kolonie besuchen. Die Biester brüten dort in Massen und haben mit ihrem ätzenden Kot eine ganze Waldregion absterben lassen. Oben die Nester in den abgestorbenen Bäumen, unten alle Büsche und Wege mit Kot überdeckt und dazu ein ganz übler Gestank. Glücklicherweise hat uns keiner der kreisenden Kormorane getroffen, als wir diese Gegend zu Fuss erkunden.

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Auch wenn es auf der Kurischen Nehrung noch einiges zu erkunden gibt, beschließen wir, dem Wochenendtrubel zu entfliehen und fahren weiter nach Lettland, wo die Ostseeküste einsamer sein soll.

4 Kommentare zu „Ein Highlight gleich zu Beginn der Reise“

  1. Freue mich sehr, auf diese Weise, mit von der Partie zu sein. Nicht nur die eindrucksvollen Fotos zu sehen, sondern auch so einiges vom background zu erfahren.
    Glückliche Reise.

  2. Joachim Steurer

    Die Kormorane waren in unserem Angelkurs der Lieblingsfeind des Angelbeauftragten – sie fressen ziemlich viel Fisch und machen keinen Unterschied zwischen offenem Gewässer und Angelteich. Offensichtlich leidet auch der Wald 😉 Viel Spass weiterhin, hier hat es jetzt auch abgekühlt.

  3. Lydia und Ronny

    Der Anfang der Reise bringt ja schon interessante Eindrücke. Wir wünschen weiterhin viel Spaß beim Erkunden der Kurischen Nehrung. Ist das Experiment, nur mit dem Handy unterwegs zu sein, gestartet???
    Viele Grüße
    Lydia & Ronny

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