Die grüne Insel wird noch grüner

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Mit langsam steigenden Temperaturen und mit der Sonne ist der Frühling nun richtig ausgebrochen, als wenn die Natur nur darauf gewartet hätte.

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Bei bestem Wetter (Irland kann also auch anders) umrunden wir den südlichen Teil der Achill-Halbinsel. Auf einer schmalen Straße winden wir uns über kurvenreiche Serpentinen hinauf, immer wieder mit atemberaubenden Blicken auf die Klippenlandschaft. Weit unten leuchtet dann plötzlich das türkisfarbene Wasser am hellen Sandstrand von Keem Beach – ein Traumstrand. Wir sitzen dort eine ganze Weile und genießen.

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Wie schon berichtet, leben in Irland etwa 5 Millionen Menschen. Dazu kommen geschätzt 8 Millionen Schafe. In der Landschaft sieht man sie mit ihren bunten Markierungen im Fell nahezu überall. Und derzeit ist ‘lamming season’. Die Farmer sagen uns, dass das für sie die arbeitsreichste Zeit im Jahr ist. Etwa 90% der Lämmer kommen draußen in der freien Natur auf die Welt. Die kleinen Lämmer, die wir sehen, sind oft nur wenige Stunden alt und noch wackelig auf den Beinen.

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Es zieht uns mal wieder an die Klippen. Auf der Achill-Halbinsel fahren wir ganz hinaus zum Downpatrick Head, in den senkrechten Felswänden leben  tausende von Möwen und erfüllen die Klippen mit ihren Rufen. Es gibt dort den majestätischen Brandungspfeiler Dun Briste zu bestaunen. Aber dieser Ort hatte auch eine besondere Bedeutung im 2. Weltkrieg erhalten. Auf dem Klippenplateau ist mit großen Steinen ‚EIRE 64‘ geschrieben (beim Entlanggehen meint man eher, dass es Steinwege sind, daher hier eine Luftaufnahme von dem Ort). Für die amerikanischen Flugzeuge war dies das Erkennungszeichen, dass sie nach der Atlantiküberquerung die Küste des kriegsneutralen Irland erreicht hatten. Außerdem wurde von hier das Wetter beobachtet, um den passenden Zeitpunkt für den D-Day zur Landung in der Normandie festzulegen.

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Immer wieder geht es auf unserer Fahrt weiter Richtung Norden durch teilweise eintönige Hügellandschaften, in denen Torf gestochen wird. Die Abbaustellen füllen sich mit Wasser und es entstehen kleine Wassergräben und Tümpel. Der Torf wird hier dann in den meisten Häusern zum Heizen benutzt und das stink ziemlich. Feinstaubbelastung scheint kein Thema zu sein …

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Das wichtigste Pilgerziel der Katholiken in Irland ist der Wallfahrtsort Knock und auch wir ‚pilgern‘ mit dem Camper dorthin. Es ist ein riesiges modernes Gelände mit einer Basilika im Zentrum und zahlreichen Kapellen und anderen Gebäuden drumherum. Die Basilika fasst 10.000 Menschen und alles hat die Dimensionen eines Fußballstadions. Es gibt eine lange Reihe von Zapfstellen für ein heiliges Wasser (uns kommen Zweifel, ob die Wasserhähne nicht einfach an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen sind) und an den Eingängen kann man an Terminals gleich online spenden. Papst Johannes Paul II und Papst Franziskus waren schon hier. Im Inneren der Basilika beeindruckt die Größe des runden Gebäudes.

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Nun geht unsere Reise in den nächsten Tagen zum nördlichsten Zipfel von Irland in das County Donegal.

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1 Kommentar zu „Die grüne Insel wird noch grüner“

  1. Interessant, dass in Irland noch Torf zum Heizen verwendet wird, hatte ich nicht gewusst. Sehr schöne und vielfältige Eindrücke.

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