Zu Beginn unserer Reise hatte ich das Experiment ‘iPhone only’ angekündigt. Für die Fotofreunde unter unseren Bloglesern darf am Ende der Reise natürlich das Ergebnis dieses Experiments nicht fehlen. Es war eine positive Erfahrung.
Zunächst die Fakten: entstanden sind rund 3.600 Aufnahmen mit dem aktuellen iPhone. Als Dateiauflösung habe ich HEIF mit 24 MP gewählt. Der überwiegende Teil der Fotos wurde mit den Brennweiten 35 mm und 100 mm gemacht. Den Bildstil habe ich moderat verändert, damit der digitale iPhone-Look nicht dominiert.
Der kleine Smartphone-Sensor liefert eine überzeugende Bildqualität, gute Tonwerte, Farbe und Schärfe. Insbesondere der Dynamikumfang überrascht durch die interne Bildbearbeitung. Die Fotos kommen ‘fertig’ aus der Kamera, gerade bei schwierigen Lichtsituationen. In Lightroom müsste man für ein vergleichbares Ergebnis jedes Foto auf Basis eines RAW bearbeiten.
Man muss sich an den Umgang mit einem Smartphone allerdings gewöhnen. Die Haptik ist dabei für mich der wahrscheinlich deutlichste Unterschied. Als sehr angenehm habe ich das Reisen ohne viel Fotoausrüstung empfunden.
Ich habe auf dieser Reise mehr fotografiert als sonst. Das iPhone ist immer griffbereit und es entstehen viel mehr Fotos ‘aus dem Leben’, was in der Reisefotografie schöne Erinnerungen festhält.
Und einen weiteren Vorteil liefert das iPhone. Zu jeder Aufnahme erhält man ohne Zusatzaufwand die Standort Informationen, was auf Reisen – gerade nach mehreren Jahren und zehntausenden von Fotos – ein richtiger Mehrwert ist.
Werde ich auf der nächsten Reise wieder ausschließlich zum iPhone greifen? – JA -Rational spricht alles für ein Smartphone auf Reisen. Es gibt aber auch die emotionale Seite. Und daher freue ich mich schon jetzt darauf, zuhause meine anderen Kameras wieder in die Hand zu nehmen.
Obwohl fotografisch absolut ein Laie – oder deshalb?! – bin ich ausgesprochen zufrieden mit den Ergebnissen meines iPhone 15. Die Fotos von Nordlichtern in Reykjavik waren damit um Längen besser als mit Axels Systemkamera.
Hallo Michael,
deine Einschätzung teilen wir. Die Smartphones liefern heute eine so gute Qualität, dass man getrost auf große Fotoausrüstung verzichten kann. Die ständige Verfügbarkeit ist ein weiterer Vorteil.
Wir nutzen nur noch unsere iPhones für die Standardaufnahmen unserer YouTube-Videos.
Nur bei der Porträtfotografie habe ich gerne eine große Kamera in der Hand, aber das ist wahrscheinlich nur das haptische Bedürfnis eines alten Mannes. Die Ergebnisse mit dem iPhone sind mit weniger Aufwand vergleichbar.
Beste Grüße vom Bummel.Tours-Team
Das kann ich bestätigen, allerdings ist bei Dunkelheit oder schwierigen Lichtverhältnissen ein smartphone nicht immer ein vollwertiger Ersatz für eine Kamera, selbst für eine Kompaktkamera. Aber die fertigen Bilder sowie die Standortinfos sind eine ungeheure Zeitersparnis und wenn man die Bilder für ein Album oder eine Website nehmen möchte, reicht das in 90% aller Fälle aus.