Besuch in der Moschee und in der Töpferei

Lesedauer 4 Minuten

Die Straßen in Marokko sind mit dem Camper grundsätzlich gut zu bereisen. Auf den Autobahnen ist wenig Verkehr und sie kosten nur eine geringe Maut. Wir benutzen sie aber wenig, um mehr vom Land sehen zu können. In den letzten Tagen sind wir z.B. hauptsächlich über die Küstenstraßen gefahren. Hier ist dann schon mal ein Teil der Fahrbahn weggebrochen  und man sollte besser nicht über die tiefe Abrisskante des Asphalts gelangen. Bei entgegenkommenden LKW passt das dann gerade noch so um eine halbe Reifenbreite. Alle Straßen teilen sich LKW, Autos, Eselfuhrwerke, Fußgänger und viele Mopeds. Und die nutzen jede Lücke in Lenkerbreite, um durchzubrausen. In kleineren Orten findet auch schon mal der Wochenmarkt an und auf der Straße statt.

In den großen Städten ist das Fahren (mit dem Camper) dann schon eine andere Nummer, insbesondere sind dort an den Kreisverkehren  sämtliche Regeln außer Kraft gesetzt, aber irgendwie entwirrt sich der Verkehr dann doch. So entscheiden wir uns, für den geplanten Ausflug nach Casablanca ein Taxi zu nehmen.

Zum Pflichtprogramm gehört ein Besuch der Moschee Hassan II. Direkt am Meer gelegen ist sie die drittgrößte Moschee der Welt und die einzige, die von Nicht-Moslems besichtigt werden kann. Die Größe ist einfach überwältigend, ein unvergessliches Erlebnis!

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Es gibt in der Stadt eine Nachbildung von Rick’s Café aus dem Filmklassiker ‚Casablanca‘. Wir sitzen an der Bar und genießen die Atmosphäre des kleinen Restaurants.

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Raschid, unser Taxifahrer führt uns noch zu anderen interessanten Stellen von Casablanca und auf dem Rückweg – es ist Samstag – fahren wir über eine kilometerlange Einkaufsstraße durch ein Gewimmel von tausenden Menschen, die sich durch ein unbeschreibliches Durcheinander von Waren aller Art schieben. So hätten wir die Stadt niemals auf eigene Faust kennenlernen können.

Der weitere Verlauf auf der Küstenstraße führt uns durch ganz verschiedene  Landschaften. Grüne Felder reichen bis an den Atlantik heran und wechseln sich mit hohen Sanddünen, Stränden und schroffen Klippen ab. Und dann geht es auch mal kilometerlang durch stinkende Industrieanlagen für Petrochemie und Hafenanlagen zur Phosphatverschiffung.

Sadi, unser nächster Stopp, ist bekannt als Töpferstadt. In der überwiegend von Industrie geprägten Stadt begegnen einem kaum Touristen und schon beim Parken spricht uns ein selbsternannter Guide an und stellt sich als ‚Chief of Parking‘ vor. Er spricht ein wenig Englisch. Wir werden ihn nicht mehr los, was sich allerdings als kleiner Glücksgriff herausstellt. Er geht mit uns durch Gassen der Medina, die kein Fremder alleine erkunden würde und führt uns direkt in die Werkstätten der Töpfer. Dort wird noch traditionell und mit hoher künstlerischer Qualität aber unter unfassbar einfachen Bedingungen gearbeitet. Wir erhalten einen Einblick in alle Arbeitsschritte und zum Abschluss geht’s natürlich in einen Verkaufsraum. Karin sucht sich zwei schöne Becher aus Ton aus und meistert ihre ersten marokkanischen Preisverhandlungen, die Hälfte vom Einstiegspreis.

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Kurz vor Essaouira haben wir uns für die nächsten Tage einen Naturcampingplatz herausgesucht. Für die 6 km lange Piste dorthin benötigen wir fast eine halbe Stunde … Unser Plan ist es, anschließend an Agadir vorbei einen Sprung weiter nach Süden zu machen.

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7 Kommentare zu „Besuch in der Moschee und in der Töpferei“

    1. Dem können wir uns nur anschließen. Immer wieder spannend Eure Reiseberichte🖖
      Die Moscheen hat uns damals auch schwer beeindruckt. Die Größe ist einfach überwältigend.

  1. Wie schön, dass ihr aufgebrochen seid und solch tolle Reisen macht. Ich liebäugel schon eine ganze Weile mit Marokko….und so freue ich mich an den wunderbaren Fotos. Besonders das Foto von dem Pferd mit dem Obst-Anhänger vor den schönen blauen Patina-Wänden und der Töpfer (auch wenn er etwas mürrisch dreinblickt) gefallen mir.

  2. Heidrun und Peter

    Unsere Erinnerungen werden wieder aufgefrischt. Die Moschee, das Durcheinander auf den Schotterstraßen und, und, und. Weiterhin viel Spaß und dicke Nerven beim Weiterfahren. Wir freuen uns auf die nächsten Berichte. Heidrun und Peter

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